Ausblick und Ziele 2026
Beschleunigung durch Prozessoptimierung
Im Jahr 2026 sollen die ersten messbaren Effekte der neuen Gesamtstrategie sichtbar werden. Das Swiss Cancer Institute plant die Aktivierung von 15 bis 20 neuen klinischen Krebsstudien. Ein wesentlicher Teil dieser Neuaktivierungen ist bereits für die erste Jahreshälfte vorgesehen.
Damit zeichnet sich ein neuer Höchstwert an Studienaktivierungen in der über 60-jährigen Geschichte des Instituts ab.
Zudem verfolgen wir das Ziel, bis Ende 2026 in jeder Forschungsgruppe und über alle Krebsarten hinweg mindestens eine Studie für den Patienteneinschluss offen zu haben. Dies stärkt die flächendeckende Forschungsaktivität und erhöht die Sichtbarkeit klinischer Forschung an allen beteiligten Zentren.
Die kontinuierliche Optimierung der internen Prozesse bleibt ein zentraler Schwerpunkt. Die im Vorjahr in vier Pilotstudien erfolgreich getesteten modularen Studienbausteine werden 2026 auf sämtliche Studien ausgeweitet.
Diese Struktur schafft Transparenz, ermöglicht eine gezieltere Auswahl der erforderlichen Studienelemente und reduziert Zeit- sowie Kostenaufwände für Forschende und Institut.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem Vertragswesen. Hier wurden weitere Beschleunigungspotenziale identifiziert, um die Dauer bis zur Studienaktivierung nachhaltig zu verkürzen.
Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor
Die Grundlage der geplanten Weiterentwicklung bleibt die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem Kompetenzzentrum in Bern, den Forschenden sowie den Mitgliedszentren.
Kultur, Dialog und partnerschaftliche Abstimmung sind zentrale Pfeiler unserer Organisation. Diese institutionelle Stabilität ermöglicht es, ambitionierte Wachstumsziele mit operativer Verlässlichkeit zu verbinden.
Forschungsallianzen und strategische Partnerschaften
2026 liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der Konsolidierung bestehender und dem Ausbau neuer Forschungsallianzen. Der strukturierte Abgleich der Forschungsstrategien mit Industriepartnerinnen und -partnern hat sich als wirkungsvolles Instrument etabliert.
Mehrere Investigator Initiated Trials (von Forschenden initiierte Studien) befinden sich in fortgeschrittener Diskussion; ihre Aktivierung wird im laufenden Jahr angestrebt.
Zudem sollen Therapieoptimierungsstudien wieder vermehrt unter Einbindung der Krankenversicherungen realisiert werden. Entsprechende Gespräche sind aufgenommen worden.
Ziele 2026
- Aktivierung von 15 bis 20 neuen klinischen Krebsstudien.
- Mindestens eine offene Studie pro Forschungsgruppe bis Ende 2026.
- Ausweitung modularer Studienbausteine auf sämtliche Studien.
- Weitere Verkürzung der Zeit bis zur Studienaktivierung.
- Ausbau von Forschungsallianzen und strategischen Partnerschaften.
- Stärkung von Gender Medicine und KI-gestützten Prozessen.
- Ausbau der institutionellen Sichtbarkeit und des politischen Engagements.
Innovation: Gender Medicine und künstliche Intelligenz
Das Swiss Cancer Institute wird sein Engagement im Bereich Gender Medicine (Geschlechterspezifische Medizin) weiter ausbauen. Gemeinsam mit Beteiligten und Mitwirkenden werden neue Forschungsansätze entwickelt und strukturell verankert.
Parallel dazu gewinnt der Einsatz von künstlicher Intelligenz zur Unterstützung von Forschungs- und Geschäftsprozessen an Bedeutung. KI-basierte Anwendungen sollen Effizienz, Datenanalyse und Entscheidungsprozesse gezielt unterstützen.
Sichtbarkeit und politische Verantwortung
Neben der operativen und wissenschaftlichen Weiterentwicklung wird 2026 die institutionelle Sichtbarkeit des Swiss Cancer Institute weiter gestärkt. Ziel ist eine transparente Darstellung der gesellschaftlichen Relevanz und Wirkung klinischer Krebsforschung.
Als Forschungseinrichtung von nationaler Bedeutung engagiert sich das SCI weiterhin aktiv für die Verbesserung der Rahmenbedingungen klinischer Forschung in der Schweiz.
Im Rahmen des nationalen Krebsplans übernimmt das Institut die Federführung im Themenfeld der klinischen Krebsforschung. Ziel ist es, Politik, Bevölkerung und weitere Interessengruppen systematisch für deren Bedeutung zu sensibilisieren und nachhaltige Unterstützung zu sichern.