Vorwort CEO — Vincent Gruntz

Verantwortung übernehmen. Zukunft gestalten.

2025 war für das Swiss Cancer Institute (SCI) ein Jahr der bewussten Entscheidung: Wir haben nicht nur unser 60-jähriges Bestehen gewürdigt, sondern unsere Rolle in der klinischen Krebsforschung der Schweiz neu definiert.

Mit einer klar geschärften Strategie, gestärkter Governance, neuen Allianzen und einer operativen Neuausrichtung haben wir die Voraussetzungen geschaffen, unsere Verantwortung als nationale Forschungsinfrastruktur konsequent wahrzunehmen.

Strategische Klarheit als Führungsinstrument

Das Board verabschiedete einstimmig unsere neue Vision, Mission und Gesamtstrategie sowie die weiterentwickelte Forschungsstrategie. Diese Dokumente sind keine formalen Leitbilder – sie sind Handlungsauftrag.

Sie definieren, wofür das SCI steht: unabhängige klinische Forschung, die ausschliesslich dem Ziel dient, Behandlungserfolg und Lebensqualität von Krebspatientinnen und -patienten nachhaltig zu verbessern.

Mit der Umbenennung von SAKK zu Swiss Cancer Institute haben wir zudem ein klares Signal gesetzt. Wir treten national wie international als das auf, was wir sind: eine Forschungsinfrastruktur von nationaler Bedeutung gemäss Art. 15 FIFG – mit entsprechendem Anspruch an Qualität, Effizienz und Wirkung.

«Wir beschleunigen Forschung – ohne Kompromisse bei Qualität oder wissenschaftlicher Integrität.»

Von Strategie zu Umsetzung

2025 war nicht nur ein Jahr strategischer Beschlüsse, sondern konsequenter Umsetzung. Über alle Krebsarten hinweg wurde eine hohe Zahl neuer klinischer Studien initiiert. Zusätzlich wurden im Scientific Committee und im Directors Committee über 20 neue Studien genehmigt.

Damit haben wir die Grundlage gelegt, 2026 eine weitere Steigerung der Studienaktivierungen zu erreichen – bei verbesserter Kostenstruktur und höherer operativer Effizienz.

Ein entscheidender Hebel ist der modulare Aufbau klinischer Studien, der 2025 implementiert wurde. Forschende können seither gezielt jene Leistungen in Anspruch nehmen, die sie benötigen. Dieser Ansatz verkürzt Entwicklungszeiten, erhöht Transparenz und stärkt die wirtschaftliche Nachhaltigkeit unserer Arbeit.

Wir beschleunigen Forschung – ohne Kompromisse bei Qualität oder wissenschaftlicher Integrität.

Partnerschaften weiterentwickeln

Exzellente klinische Forschung entsteht im Zusammenspiel. Die Unterstützung durch das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) sowie durch Partner wie den Schweizerischen Nationalfonds (SNF), die Krebsforschung Schweiz (KFS) und die Rising Tide Foundation for Clinical Cancer Research (RTFCCR) bildet dabei eine tragende Säule.

Auch die Zusammenarbeit mit der Industrie ist für die Entwicklung innovativer Therapien zentral. Gleichzeitig haben wir neue politische Allianzen sowie Kooperationen mit Krankenversicherern aufgebaut, um die strukturellen Rahmenbedingungen klinischer Krebsforschung aktiv mitzugestalten.

Mit Partnern wie Philas, der KPT, Cornèrcard und der KFS wurden neue Formate entwickelt, die Forschung, Finanzierung und gesellschaftliche Einbindung enger verzahnen. Wir erweitern unser Netzwerk gezielt – mit dem Anspruch, Wirkung zu skalieren.

Führung heisst Verantwortung

Die Erfolge des Jahres 2025 sind das Resultat des Engagements von über 900 Forschenden, Studienkoordinatorinnen und Mitarbeitenden in unseren Mitgliedszentren sowie des Teams in Bern.

Als CEO sehe ich es als meine Aufgabe, die strategische Klarheit zu sichern, operative Exzellenz einzufordern und die institutionelle Unabhängigkeit zu stärken.

Das Swiss Cancer Institute ist heute strukturell gefestigt, strategisch fokussiert und operativ leistungsfähig. Wir sind bereit, unsere Schlüsselrolle als unabhängige Triebkraft der klinischen Krebsforschung in der Schweiz weiter auszubauen – mit Konsequenz, Verlässlichkeit und klarer Haltung.